Ein Platz zum Schreiben: Wie du den perfekten Arbeitsplatz für dich schaffst

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Dieser Artikel ist Teil der Blogreihe »Ablenkungsfreies Schreiben«, in der ich dir ein paar Tipps und Tricks an die Hand gebe, wie du während des Schreibens bei der Stange bleiben kannst.

Viele Schriftsteller träumen von einem eigenen Raum, den sie nach ihren eigenen Vorstellungen einrichten und in dem sie sich ganz ihrem kreativen Schaffen widmen können, ohne lästige Störungen von außen. Tür zu, Telefon aus und los geht’s! Eine herrliche Vorstellung, nicht wahr?

Nicht jeder hat den Luxus, über ein eigenes Arbeitszimmer, eine Schreibstube oder gar ein Atelier zu verfügen, in das er sich zum kreativen Arbeiten zurückziehen kann. Manchmal sind andere Dinge wichtiger, wie z. B. ein Kinderzimmer oder eine Abstellkammer für all die Dinge, die man in der Wohnung nicht ständig um sich haben möchte. Vielleicht hast du generell nur einen Raum zum Arbeiten, Leben und Schlafen zur Verfügung.

Dennoch kannst du dir einen Arbeitsplatz einrichten, an dem du dich wohlfühlst und den du deinen Wünschen gemäß gestaltest. Das kann ein kleiner Bereich in deinem Zimmer sein, nicht notwendigerweise der Schreibtisch, an dem auch all die anderen lästigen Aufgaben wie Buchhaltung, Haushaltsplanung oder Unikram erledigt werden wollen. Das kann ein Lesesessel sein, den du in die Ecke zu deinen Bücherregalen stellst, ein kleiner Laptoptisch oder ein Tablett mit Füßen, das sich nach Bedarf zusammenklappen und platzsparend verstauen lässt. Vielleicht empfindest du deine Couch als kreativitätsfördernd, sitzt am liebsten am großzügigen Küchentisch oder schreibst die besten Szenen ganz gemütlich vom Bett aus. Jeder Ort, an dem du dich wohlfühlst, kann zu deiner persönlichen Schreibstube werden.

Egal, von wo aus du arbeitest, gestalte diesen Platz so, dass du dich gerne dort niederlässt. Es muss ja nicht gleich Feng Shui sein. Umgib dich mit Dingen, die dir gefallen und die dich inspirieren. Du liebst die Bilder eines bestimmten Künstlers, denn wenn du sie siehst, schießen dir gleich Dutzende Ideen für Geschichten durch den Kopf? Hänge deine Lieblingsbilder in deine unmittelbare Schreibumgebung, sodass du sie im Blick hast, wenn du eine Kaffeepause machst.

Du hörst beim Schreiben gerne bestimmte Musik, weil sie dich in die richtige Stimmung für deine Geschichte versetzt? Du könntest dir externe Boxen für deinen PC besorgen und sie anschließen, wenn dir danach ist. Oder du invesitierst in qualitativ hochwertige und angenehm zu tragende Kopfhörer. So bist du nicht auf den meistens blechernen Sound aus den laptopeigenen Boxen angewiesen und kannst auch Musik hören, wenn deine Kinder schlafen oder dein Partner/deine Mitbewohner sich durch laute Geräusche gestört fühlen könnten.

Kreativität fordert all unsere fünf Sinne. Richte auch deinen Arbeitsplatz dementsprechend ein. Du kannst ihn in deinen Lieblingsfarben dekorieren, eine Duftkerze mit deinem Lieblingsgeruch auf den Tisch stellen oder deine Lieblingsblumen auf der Fensterbank pflanzen. Du brauchst es warm, während du schreibst? Lege eine Kuscheldecke an deinen Schreibplatz. Umgib dich mit Dingen, die schöne Erinnerungen in dir wecken. Das kann ein Familienfoto oder eines mit deinen Freunden oder deinem Haustier sein, die Muschel, die du im letzten Sommerurlaub aus dem Meer gefischt hast oder ein besonderer Stein, der dir bei einer herrlichen Wanderung ins Auge gefallen ist. Sehr angenehm sind auch sogenannte Handschmeichler, oft kleinere, flache Steine mit glatter Oberfläche, die du gerne in die Hand nimmst. Erlaubt ist, was immer dir gefällt.

Halte deinen Schreibplatz frei von negativen Gefühlen. Unbezahlte Rechnungen, frustrierende Kontoauszüge, benutztes Geschirr, unangenehme Briefe – all das hat dort nichts zu suchen. Dies ist schließlich dein Wohlfühlort.

Wenn du die Möglichkeit hast, richte dir im besten Fall zwei Arbeitsplätze ein: einen für die digitale Arbeit am PC, einen anderen für die analoge Arbeit mit haptischen Materialien wie Rechercheliteratur, Zeitschriften und deinem Notizbuch. Die kreative Wirkung eines Platzwechsels ist erstaunlich. Wenn die eine Arbeit beginnt, dich zu ermüden, wechselst du den Ort und beschäftigst dich eine Weile mit etwas anderem. So kommst du schneller auf neue, frische Ideen.

Diese Art der Aufteilung ermöglicht dir einen schnellen Wechsel zwischen digitaler und analoger Welt, kurbelt die Kreativität an und beugt Ermüdungserscheinungen vor.

Auch wenn deine Wohnung diesen Platz nicht hergibt: Ein Ortswechsel kann Wunder wirken. Setze dich bei Sonnenschein zum Arbeiten auf den Balkon, auf die Terrasse oder in den Garten. Suche die örtliche Bibliothek auf oder gehe zum Schreiben in ein Café, das dir gut gefällt. Du wirst sehen: Ein anderer Ort bringt dich auch auf andere Ideen.

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Photo byrawpixel.com on Unsplash

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Ein Gedanke zu “Ein Platz zum Schreiben: Wie du den perfekten Arbeitsplatz für dich schaffst

  1. Ich merke auch immer mehr wie wichtig ein guter Arbeitsplatz bzw die Umgebung ist!
    Ich habe denn Luxus eines kleinen Balkons und momentan viel Freizeit, sodass ich morgens in den kühleren Morgenstunden dort schreiben kann, während die Vögel singen und ich über den weiten grünen Hof schauen kann… Und wenn es zu warm wird, gehe ich einfach an den Schreibtisch. Mir ist übrigens total egal, wie es da aussieht, gerne auch unordentlich, Hauptsache, da ist irgendwo eine kleine Ecke mit Pflanzen 😊
    Wie schaut denn dein Arbeitsplatz aus, wenn man fragen darf🙃

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